Warum wir im Winter oft melancholischer sind und was du tun kannst, um dich innerlich aufzuhellen

Warum wir im Winter oft melancholischer sind und was du tun kannst, um dich innerlich aufzuhellen

Wenn die Tage kürzer werden und die Sonne sich nur noch selten blicken lässt, spüren viele Menschen, wie ihre Stimmung sinkt. Wir fühlen uns müde, antriebslos oder melancholisch – als würde unser inneres Licht langsam erlöschen. Doch was passiert da eigentlich in uns? Und wie schaffen wir es, diese dunkle Jahreszeit nicht nur zu überstehen, sondern bewusst lebendig zu gestalten?

Die Antwort liegt in einem kleinen, aber kraftvollen Botenstoff: Serotonin – auch bekannt als das „Glückshormon“. Es beeinflusst unsere Stimmung, unseren Schlaf, unser Essverhalten und sogar, wie wir die Welt wahrnehmen.

 

Warum der Winter auf unsere Stimmung drückt

Im Winter wird es nicht nur draußen dunkler – auch in uns wird es oft stiller. Das liegt vor allem daran, dass unser Körper weniger Sonnenlicht bekommt. Licht ist einer der wichtigsten Stimulatoren für die Serotoninproduktion.
Weniger Licht bedeutet: weniger Serotonin, dafür mehr Melatonin – das Hormon, das uns müde macht.

Diese Dunkelheit konfrontiert uns auch innerlich. Alte Themen, verdrängte Gefühle oder Leere treten stärker hervor, weil weniger äußere Ablenkung da ist. Viele Menschen spüren dann eine Art emotionale Schwere, die sie nicht genau zuordnen können.
Aber genau hier liegt auch eine Chance: Der Winter lädt uns ein, uns nach innen zu wenden – um unser inneres Feuer neu zu entfachen.

 

Serotonin – dein innerer Sonnenstrahl

Serotonin entsteht aus der Aminosäure Tryptophan, die über die Nahrung aufgenommen wird. Doch nicht nur das, auch Bewegung, soziale Kontakte und positive Gedanken beeinflussen, wie gut dein Körper Serotonin ausschüttet.

Wenn du also sagst: „Ich fühl mich gerade so leer und grau wie der Himmel draußen“, dann kann das durchaus biologisch begründet sein – aber du hast die Möglichkeit, aktiv gegenzusteuern.

 

 

So kannst du deinen Serotoninspiegel natürlich erhöhen

1. Bewegung – auch wenn du keine Lust hast

Bewegung ist einer der effektivsten Wege, um Serotonin freizusetzen. Besonders Ausdauertraining wie Spazieren, Radfahren oder Tanzen kurbelt die Produktion an.
Du musst nicht jeden Tag 10 km laufen – schon 20 Minuten zügiges Gehen im Tageslicht können deine Stimmung deutlich verbessern.
Tipp: Beweg dich direkt am Vormittag, wenn etwas Licht vorhanden ist – das signalisiert deinem Körper: „Der Tag beginnt – es ist Zeit, wach und lebendig zu sein.“

2. Ernährung – Glück geht durch den Magen

Bestimmte Lebensmittel enthalten Vorstufen von Serotonin, wie z. B. Tryptophan. Dazu zählen:

  • Bananen, Haferflocken, Datteln

  • Nüsse, Kerne, Hülsenfrüchte

  • Kakao (reiner, ungesüßter)

  • Vollkornprodukte

Doch entscheidend ist die Kombination mit Kohlenhydraten, da sie helfen, Tryptophan ins Gehirn zu schleusen. Also ja – ein warmer Haferbrei mit Banane kann tatsächlich ein kleiner Stimmungsbooster sein.

3. Licht – die unterschätzte Medizin

Natürliches Sonnenlicht ist kaum zu ersetzen, aber du kannst deinen Körper auch mit künstlichem Licht unterstützen.
Lichttherapielampen (mind. 10.000 Lux) simulieren Tageslicht und haben sich in vielen Studien als hilfreich bei Winterdepressionen erwiesen.
Schon 20–30 Minuten täglich können einen spürbaren Unterschied machen.

4. Soziale Wärme – Nähe als natürlicher Antidepressivum

Serotonin wird auch durch zwischenmenschliche Interaktion gefördert. Lächeln, Umarmungen, Gespräche mit vertrauten Menschen – all das aktiviert unser „Wohlfühlsystem“. Wenn du dich im Winter zurückziehst, versuch, bewusst Kontakt zu halten – selbst kleine Begegnungen, ein Telefonat oder ein gemeinsamer Spaziergang können die Stimmung heben.

5. Mentale Sonne – dankbarer Fokus

Auch deine Gedanken beeinflussen deinen Serotoninhaushalt.
Dankbarkeit, Visualisierung und Achtsamkeit trainieren dein Gehirn, mehr auf das Positive zu achten – und das führt wiederum zu einer erhöhten Serotoninausschüttung.
Eine einfache Übung: Schreib dir jeden Abend drei Dinge auf, die dich an diesem Tag berührt oder erfreut haben. Auch kleine Momente zählen – eine Tasse Tee, ein Lächeln, ein Lichtstrahl durchs Fenster.

 

Der Winter als Einladung nach innen

Der Winter ist kein Feind, den wir überstehen müssen – er ist ein Lehrer.
Er lädt uns ein, zur Ruhe zu kommen, loszulassen und unsere Energie neu zu sammeln.
In der Natur zieht sich das Leben ebenfalls zurück – nicht, um zu sterben, sondern um Kraft für den Frühling zu sammeln.

Wenn du lernst, mit dieser Energie zu fließen, statt gegen sie zu kämpfen, wirst du merken: Der Winter kann eine der tiefsten und heilsamsten Zeiten deines Jahres werden.

 

Das Glück in dir Selbst

Dein Glück hängt nicht allein vom Wetter ab – es entsteht in dir.
Serotonin ist nicht nur ein Botenstoff, sondern ein Ausdruck deiner inneren Balance zwischen Körper, Geist und Seele. Der Winter nimmt dir kein Licht – er erinnert dich nur daran, wo du deins finden kannst: in dir selbst.

 

Hast du Probleme mit schlechter Laune oder allgemein fehlender Antriebskraft im Winter? Eine psychologische Beratung kann dir helfen.

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