Adventzeit ist Hygge-Zeit – Gönn dir Ruhe und Selbstfürsorge

Adventzeit ist Hygge-Zeit – Gönn dir Ruhe und Selbstfürsorge

Der Dezember hat etwas Magisches – funkelnde Lichter, Kerzenduft, leise Musik. Doch gleichzeitig spüren viele Menschen in dieser Zeit auch Stress, Druck und innere Unruhe.
Geschenke, Termine, Jahresendgedanken – alles zieht an uns, während wir uns eigentlich nur nach einem warmen Ort zum Durchatmen sehnen.

Genau hier kommt ein wunderschönes Wort ins Spiel: Hygge.
Ein Begriff aus dem Dänischen, der sich kaum direkt übersetzen lässt, aber so viel bedeutet wie: Gemütlichkeit, Geborgenheit, Wohlgefühl.
Hygge ist nicht nur ein Trend – es ist eine innere Haltung, eine Erinnerung daran, dass wahres Glück in den kleinen, achtsamen Momenten liegt.

 

Die Adventzeit – zwischen Besinnung und Überforderung

Eigentlich soll der Advent eine Zeit des Ankommens sein – eine Zeit der Vorbereitung auf etwas Neues, des Innehaltens. Doch im modernen Alltag wird er oft zum Gegenteil: zur Hochleistungsphase des Jahres.

Wir hetzen von einem Termin zum nächsten, schreiben Listen, planen Feiern – und vergessen dabei das Wesentliche: uns selbst.

Psychologisch betrachtet bedeutet das: Wir verlieren den Zugang zu unserer inneren Ruhequelle.
Unser Nervensystem bleibt dauerhaft aktiviert, während unser Körper eigentlich nach Entschleunigung ruft.

Die Folge: Gereiztheit, Müdigkeit, das Gefühl, „nicht mehr in Stimmung“ zu kommen.

 

Was „Hygge“ wirklich bedeutet – und warum es uns so guttut

Hygge ist keine Kerze oder Tasse Kakao – auch wenn beides dazu beiträgt.
Hygge ist ein innerer Zustand. Es bedeutet, ganz da zu sein, sich sicher zu fühlen, verbunden mit sich selbst und dem Moment.

Diese Haltung entsteht, wenn wir uns erlauben, Dinge langsamer, bewusster und liebevoller zu tun.
Ein gemütlicher Abend zu Hause wird dann zur Mini-Therapie: kein Müssen, kein Sollen – nur Sein.

Hygge aktiviert unser parasympathisches Nervensystem – den Teil, der für Entspannung, Regeneration und Heilung zuständig ist.
In dieser Phase werden Stresshormone abgebaut, Glückshormone freigesetzt und unser Körper erinnert sich: Ich bin sicher. Ich darf loslassen.

 

Selbstfürsorge statt Selbstoptimierung

Gerade in der Adventszeit verwechseln viele Menschen Selbstfürsorge mit Selbstoptimierung.
Selbstfürsorge bedeutet nicht, perfekt zu meditieren, alles loszulassen oder täglich 10.000 Schritte zu gehen.
Es bedeutet, ehrlich zu spüren, was du wirklich brauchst – und dir das zu erlauben.

Manchmal ist Selbstfürsorge:

  • früh schlafen zu gehen,

  • eine Einladung abzusagen,

  • einfach mal nichts zu tun,

  • oder still am Fenster zu sitzen und den Schneeflocken zuzusehen.

Denn nur, wenn du dir Raum gibst, kannst du auch wieder mit offenem Herzen geben.

 

Kleine Rituale für mehr Hygge und Ruhe

1. Licht & Wärme – für Körper und Seele

Kerzen, Lichterketten, sanftes Licht – sie beeinflussen unser Wohlgefühl direkt. Licht aktiviert Serotonin und schenkt Geborgenheit.
Ein warmes Bad oder eine Wärmflasche am Abend signalisieren deinem Körper: Ich bin in Sicherheit.

2. Dankbarkeit & Rückblick

Schreib dir in der Adventzeit jeden Tag drei Dinge auf, für die du dankbar bist.
So verschiebst du deinen Fokus weg vom Stress hin zu dem, was dich trägt.

3. Achtsames Genießen

Egal ob Tee, Plätzchen oder Musik – nimm dir Zeit, sie wirklich zu schmecken, zu riechen, zu fühlen.
Diese kleinen Momente öffnen das Herz – und das ist im Kern die wahre Bedeutung der Adventzeit.

4. Zeit mit dir selbst

Setz dich abends mit einer Decke hin, zünde eine Kerze an und frag dich:
Wie geht es mir heute wirklich?
Diese einfache Frage kann dich tiefer mit dir verbinden als jede To-do-Liste.

 

 

Die Adventzeit als Spiegel für das ganze Jahr

Wie du die Adventzeit verbringst, sagt viel darüber aus, wie du allgemein mit dir umgehst.
Wenn du jetzt lernst, dir Ruhe und Raum zu gönnen, kann das dein ganzes Jahr verändern.
Denn Selbstfürsorge ist keine saisonale Aufgabe – sie ist ein Lebensprinzip.

Vielleicht ist genau das die eigentliche Botschaft der Adventzeit:
Nicht mehr zu tun, sondern weniger.
Nicht mehr zu wollen, sondern mehr zu fühlen.

 

Back to you

Die Adventzeit lädt dich ein, zurück zu dir zu finden.
In die Stille, in die Wärme, in die Geborgenheit, die du dir selbst schenken kannst.
Nicht, weil du sie dir verdient hast – sondern, weil du sie brauchst, um ganz Mensch zu sein.
Mach es dir gemütlich – nicht nur zu Hause, sondern in dir selbst. Denn wahre Hygge beginnt da, wo du dich selbst umarmst.

 

Hast du Probleme dir Zeit für dich nehmen zu können und Geborgenheit zu spüren? Eine psychologische Beratung kann dir weiterhelfen.

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